... kann es sein dass - von Günter Scheibel

Kann es sein

dass...

Betrachtungen zum Zeitgeschehen 2010

von Günter Scheibel

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kann es sein

dass ...

wir serviert bekommen
was nicht immer schmeckt -
gleichwohl -  wir schlucken es -
selbst wenn im Wirt der uns serviert

der Teufel steckt -


Kann es sein

dass

ehe wir das Licht der Welt erblicken -
qualvoll in den Strom des Lebens tauchen -
wir an diesen Qualen fast ersticken

alles

 was zum Leben wir hier brauchen
ignorieren - eine Seilschaft tiefer ziehn
glauben - alles sei hiermit geschehn -

uns

mit unserm ersten Schrei in eine Fülle Schreie knien
und dabei den Anfang unsres Lebens übersehn -

Kann es sein

dass

uns der erste Atemzug im Sonnenlicht den Atem nimmt
den wir für alle Schreie unsres Lebens brauchen -
in einer Welt - die ehe man sich hier besinnt
uns zwingt im Blut der Schreie abzutauchen -

... und man beginnt zu fragen - was wäre - wenn....
war es schon vorher  - oder war es nachher nur -
hat unser Auge hier das Licht der Welt erblickt -
sind wir am ersten Atemzug nicht gleich erstickt -

haben gar worterfüllt und stur uns abgewandt - denn....

es ist einfach sich und andere zu ignoriern -
den Spiegel nicht zu sehn  -  die Nacht zu wählen
im Schattenreich der Lichter eines Lebens zu marschiern
um nur auf all die guten Taten anderer zu zählen -

es schwindelt mir bei dem Gedanken - es könnt so sein -
 betrachten wir hier Soll und Haben -
erfassen alle Liebe unsres Lebens - alle Pein -
so bleibt kein Schatten uns im ersten Atemzug zu laben -

Kann es sein

dass


wir uns Kinderschuhe angezogen -
den Ball vom Nachbarkind geliehn -
wir uns beim ersten Kick gleich selbst belogen
und schuldbewusst die rote Karte ziehn -

Im Sandkasten die Schaufel über Stirn und Kappe schlagen
laut schreiend uns aufs Leben vorbereiten -
zu dieser Stunde schon mit niemandem und nichts vertragen -
so manches Eigentor uns hier erstreiten -

Wir unsern Freund und seine Schwester nur benutzen
um nicht allein umher zu irren -
gelegentlich die Schuhe unsrer Freunde putzen
sehr wohl bedacht die Zweifler zu verwirren -

Kann es sein

dass


wir auch bessre Seiten zeigen -
an Dinge glauben die als Kinder wir schon tun -
man sollte gleichsam diese Möglichkeit nicht leugnen -
sie führen unser Ansehen zu Ruhm -

Bedacht den Andern zu gefallen
erscheint im Spiegel unsres Lichtbilds sanfter Glanz -
es wird das Echo jeder guten Tat uns widerhallen
es ist der Auftakt - hier und jetzt - zum nächsten Tanz -

Wir zeigen was die Beine uns bedeuten -
bewegen uns sehr elegant und ausgesprochen fein -
wir sprechen hie und da mit andern Leuten -
nur - Ernsthaftigkeit wird bald zur Pein -

So lernen wir als Kinder schon das Spiel um Ruhm und Ehre -
den Zauber allen Scheins und der Scheinheiligkeit -
wir spüren schnell - was ich begehre -
muss ich erkämpfen - mit Lug und Trug und Ehrlichkeit -

                                                                                 

Kann es sein

dass

wir bewusst vergessen -
geprügelt und gestreichelt -
mal liebevoll versessen -
gelogen und geheuchelt -

das eigne Ich verstecken -

vor allen die uns lehren wollten
 die Worte Schuld und Pein -
dass wir schon damals nur begreifen sollten
ganz ohne Böses kann nichts Gutes sein -

Geliebt - gehasst -
nichts wird vergessen -
auch nichts verpasst -
man bleibt versessen-
und freut sich hinterher -

 es hat im Schmerz
so manchem
auch noch
Spaß gemacht -

Kann es sein

dass

wir das Maß der Dinge stündlich wenden -
das Ausmaß unbedeutend klein und niedlich halten -
 um nicht in Peinlichkeiten zu verenden
die in Form und Farbe unser Ego neu gestalten -

Steht der starke Mann als Vorbild auf der Leiter
hält die Fahne - die Moral ganz hoch -
geht es nach der letzten Sprosse oft nicht weiter
gleichwohl er versucht es doch -

Vorbild sein - auf Biegen und auf Brechen -
ohne Mut zu sagen: Nein -
denn auch starke Männer haben Schwächen
und nur die Stärke zeigen muss nicht sein -

Kinder blicken auf und wollen sehen -
sehen was auch immer hier zu sehen ist -
Kinder werden folgen - gleiche Wege gehen -
sie zu führen braucht man Ehrlichkeit - nicht List -

... wir werden ernten was gesät -
wachsen sehen was wir pflegen -
zu erkennen - ist es nie zu spät -
denn allein die Früchte halten uns am Leben -

Kann es sein

dass

auch die Ernte nicht die Beste ist
mal der Regen ausbleibt mal der Sonnenschein
übers Jahr das düngen man vergisst -
es könnte auch was andres sein -

Dass man vergessen - nicht beachtet -
sollte man sich eingestehn -
egal wie man die Dinge auch betrachtet
Stärke heißt die eignen Schwächen sehn -

So bilden Weitsicht sich und Toleranz
im eignen Kreis der Blicke und der Stimmen
die man erhebt zum Kreiseltanz
um Stück für Stück - die nächste Stufe zu erklimmen -

Verborgen bleibt wie einer diese Stufen stürmt -
der andre stolpert - fällt -
 beim einen sich das Unglück türmt -
beim andern alles sich von selbst einstellt -

Wir können wählen - müssen akzeptieren -
die Dinge die geschehen - die wir tun -
doch wichtig ist dass wir uns rühren -
nicht warten was geschieht - und ruhn -

Kann es sein
dass


wir ein Elternhaus gewählt
noch ehe wir geboren -
dass wir im Spiel es ausgezählt -
im Rausch der Freude uns verloren -

dass wir erkennen nach der Wahl -
es ist kein Zuckerschlecken -
 auch nicht Leid und Qual -
es gibt nichts zu verstecken -

Was immer wir in diese Welt auch mitbekommen
als Last - als Bonus - zugeteilt im Testament -
es bleibt als Aufgabe uns unbenommen
herauszufinden was uns von ererbtem trennt -

Der Weg auf dem wir uns bewegen
zeigt Richtungen in tausendfacher Weise -
der Ort dem wir am Ende dieses Wegs begegnen -
ist nur ein Ziel auf einer langen Reise -



Kann es sein

dass


wir - egal wo wir beginnen
uns stets auf unser eignes Ich besinnen
müssen - um dann das andre zu erkennen
ohne einem steten Irrtum nachzurennen -

Wir tragen eine ganze Welt im Herzen eingeschlossen
 den Kosmos in der Körperhülle -
beginnen da wo keine Träne je vergossen -
erfahren dann - so Schritt für Schritt - die Fülle

aller Gaben - aller Eigenschaften die hier ruhn -
verdeckt - vor unsern Augen - unerkannt
begreifen wir in allen Handlungen das eigne Tun
als Fremder in dem eignen Land -

Wir können zögern - unser Ich verdrängen
akzeptieren und den Weg ganz einfach weitergehn -
müssen nicht an einem Bild - an einer Leinwand hängen
dürfen auch die Hand die sich bewegt als Hand ansehn -

.... da unsre Blicke lernen auszuschweifen
im Wechselspiel den Baum - die eigne Seele streifen
beginnen wir den nahen Freiraum zu erkennen -
und hören auf dem Irrtum nachzurennen -

Kann es sein

dass


Kinder - Eltern - Lehrer sich nur im Wege stehn -
keiner will dem Andern - egal wie - aus dem Wege gehn -

 Die allgemeine Meinung derer
- die hier nicht gefragt - ist oft veraltet -
oder nicht mehr kompetent -
- es  zeigt  sich  bald -
man hat sich hoffnungslos verrechnet ...
- es zeigt sich weiter -
ob Kinder - Eltern - oder Lehrermächtig
als Wesen Mensch
sind wir dann alle gleichberechtigt -

Kann es sein

dass


manch ein Lehrer gar ein Psychopath -
vom Sinn des Lehrens nichts begriffen hat -
das Pult ein Platz ist seine Macht nur zu beweisen
ein Ort  um  Schüler zu verspeisen -

 Natürlich Kinder - wenn möglich viele von den kleinen Wesen
man krempelt und man stülpt sie aus mit strengem Besen
füllt so die eigne - jämmerliche Besenkammer -
am liebsten mit der Schwächsten großen Jammer -

Oh welche Tat - der man sich täglich rühmen kann -
man hat gedrillt - so manche Stund - mit viel Elan -
und rühmt sich seiner stillen Heldentaten -
 bereit auch jedem sein Erfolgsgeheimnis zu verraten -

Angst - um die zu überwinden
musst du ganz einfach andre schinden
viel Knüppel zwischen Kopf und Beine schmeißen
und alles Selbstbewusstsein gleich in Stücke reißen -

... denn eins ist klar - es kann Ihm nichts passieren -
im schlimmsten Falle wird man Ihn früh - pensionieren -
die Opfer alle - aus den vielen Klassen
sind dann - vielleicht - auch schon entlassen-

Kann es sein

dass


viele Eltern Ihre Kinder überfordern -
erreichen wollen was selbst nicht gelang -
will man per Knopfdruck den Erfolg nun ordern -
mit viel Erwartungen und noch mehr Zwang -

Auf Strich und Komma gilt es Listen anzulegen -
minutengleich sind Zeit und Zeiten auszuweisen
man prüft wie Zeit und Freizeit sich bewegen -
bleibt unzufrieden kritisch - muss sich täglich neu beweisen -

 Es wundert nicht wenn die Erfolge in der Ferne bleiben -
da Zeit und Strich geduldig sind - Papier erfüllt die Norm -
man muss den Thermometer an den Fingern reiben -
 und das Geforderte hält die Erwartungsform -

Zeit - Strich und Listen - stehen alle hier im Gleichgewicht
geschönt und schön wie es sein sollte -
erreicht den Obersten der tägliche Bericht -
mit dem Ergebnis wie man es ja immer wollte -

... und der Erfolg blieb aus - was war geschehn -
man hatte täglich zugesehn
und klar erkannt - das Soll ward stets erfüllt -
- im Nebel eingehüllt -

Kann es sein

dass


Kinder  ihre Eltern und die Lehrer schikanieren -
die Grenzen suchen - hemmungslos nach vorne streben -
nicht lange fragen - alles ausprobieren
und dabei in allem nur ihr Beste geben -

dass im Spiel sie nur das neue Leben proben
sich nur vorbereiten auf das große Spiel -
ehrlich zu sich selbst - und doch belogen
geben sie schon alles -  manchesmal schon viel zu viel -

Unverstanden - aus dem Trieb der Unbekümmertheit -
ausgelassen - fröhlich - kindlich unberührt -
kommen sie uns oft entgegen - mit der Offenheit
die man selten bei Erwachsnen spürt -

Und sie treten - schupsen - bleiben häufig unverstanden
keiner sieht - ja will die Tatsache nicht sehn -
dass in Ihnen unser eignes Ich vorhanden
und wir ohne sie schlicht untergehn -

also geben wir uns Mühe - öffnen unsern Blick im Spiegelbild
beginnen - uns der eignen Seele zuzuwenden -
stellen uns nicht hinter sonder vor das Schild
der Eitelkeit - um nicht im Chaos zu verenden -

Kann es sein

dass


manches uns misslungen was im Ansatz vielversprechend war -
wir uns täuschten - treu ergeben einem Trugbild voller Fantasie
wir uns sträubten - und es wurde uns nicht klar -
ganz allein auf diesem Weg - so schaffen wir es nie -

Lernen aus den eigen Unzulänglichkeiten -
auch die Fehler andrer zu verzeihn -
kann man ohne Ängste neue Wege schreiten -
muss nicht immer gut - oder der Beste sein -

Kein Berg ist zu erklimmen auf dem steilsten Weg -
Pfade führen uns bergauf - bergab -
Felsenwände sind ein glatter Steg -
und als Krönung auf dem Gipfel steht für alle unser Grab -

 - nur den Anfang - nicht das Ende sehen wollen -
ist fatal - alle Wegen führen an ein Ziel -
Erfolg und Misserfolg - wir sollten niemals grollen -
betrachten wir die Möglichkeiten als ein Spiel

welches Sieg und Niederlage in sich birgt -
ein auf und ab in Wind und Wellen -
ein manches mal uns gar die Luft abwürgt -
und doch - wir haben uns dem Spiel zu stellen -

Kann es sein

dass


böse Geister unser Leben stören -
und alle haben unsere Gestalt -
mal männlich - weiblich uns betören -
mal mit - mal ohne die Gewalt -

in der wir selber uns missbrauchen -
die Schwächen andrer für uns nutzen -
in eine Scheinwelt untertauchen -
und unser Spiegelbild nur putzen -

... nicht sehend wem wir wirklich schaden -
nicht dem Beschwörten - nicht dem bösen Feind -
wir haben uns mit eignem Schmutz beladen
uns mit dem Bösen selbst vereint -

Beschwören müssen wir die eignen Wände
uns trennen von dem Trugbild aller Fantasie -
wir nutzen für uns nur die eignen Hände  -
und beugen vor uns nur die eignen Knie -

Kann es sein

dass


wir den Ast nicht greifen der sich neigt
da seine Blätter uns zu fahl und welk -
nur weil wir unerfahren nie bereut
die Tat - die unser eignes Bein gestellt -

Allein die Farbe kann das Auge irre führen
zu wenig haben wir ins Auge der Natur geblickt -
doch - sind wir frei - dann können wir es spüren -
wir sind von Innen an den Rand gerückt -

haben das Zentrum der Empfindungen verlassen -
auf Äußerliches unsern Sinn beschränkt -
befinden uns auf schmalem Weg - in dunklen Gassen
den Schritt auf Äußerliches hin gelenkt -

 Erkennen wir im Fahl der Blätter - Reife und Geborgenheit -
und all die Weisheit tausender von Sonnentagen -
wird unser Innerstes von Zweifeln dann befreit -
die wir aus allen Leben in uns tragen -

Kann es sein

dass


wir in hunderten von Nadelstichen baden -
nicht unsre Augen - nicht die Hände schonen -
unklar ob wir in den Augen Tränen haben -
wollen wir die ganze Welt bewohnen -

Höhlenmenschen lebten vor uns in den Wüstenstrichen -
einfach und bescheiden - eine Kunst in Strich und Farbe -
wir sind aus der Einfachheit entwichen -
und die Gegenwart schließt nicht die Narbe

einer Zivilisation aus Stein und Feuer und aus Eisen -
egal was wir in hunderten von Jahren auch gewonnen haben
es bleibt schwer uns selbst den neuen Weg zu weisen -
 -  wir können uns trotz allem nicht in Wonne laben -

Niemand hat den Stein der Weisen je gefunden -
und die blaue Blume blieb ein Wunschbild jener Zeit -
wir haben uns die Hände und den Geist zerschunden
waren stets zu neuen Taten in der Wissenschaft bereit -

Geist - Erfindung - Aufwärtsstreben - blieben die Maxime -
wohl verbunden einem Glauben und der Heuchelei -
fleißig auch im Datensammeln - wie die Biene -
doch im Geiste waren wir da niemals frei -

Aufgezogen - umgezogen - eingestülpt und leicht verblendet
aus den Triumphen einer heilen Zeit
haben wir uns dann dem Teufel zugewendet -
bildeten auf allen Wegen sein Geleit –

doch....

Kann es sein

dass


wir trotz allem dieses Spiel noch nicht verloren -
ein liebenswertes Wesen eben lernt die Dinge zu erkennen
der uns vererbte positive Keim noch nicht erfroren -
und wir so manches Mißgeschick zu negativ benennen -

Ist nicht Bemühen in der Tat der Menschen zu erkennen -
ging manch Erfolg nicht ohne das Bemühen uns verloren -.
der Drang die Dinge zu erforschen - auch zu benennen -
bewahrte uns davor dass nur mehr als unsre Hand erfroren -

Wir schöpfen Hoffnung - hoffen schöpferisch zu leben -
nehmen an - was die Natur uns gab
und werden lernen der Natur zu geben -
im steten Kreislauf - von der Geburt - bis hin zum Grab -

Gemeinsamkeiten - Gegensätze - Hass und Liebe
alles haben wir zu geben -
geschulten Geist und wilde Triebe -
alles nur ein Teil im Leben -

Kann es sein

dass


wir im Schatten unsrer Triebe leben
gehemmt den Lauf der Dinge zu bewegen
uns täglich unser Bestes geben -
gestoßen nur nach vorne streben -

der Handlung Echo nicht verstehen -
die Wege einfach weitergehen -
den Sinn der Dinge nicht erfassen -
uns von den Dingen treiben lassen -

zu müde sind - zu rebellieren -
die eigne Trägheit zu monieren -
den eignen Frust zu ignoriern
aus Nichts den Tatendrang zu aktivieren -

wir lernen müssen uns zu treiben -
uns mit und an dem Treiben wach zu reiben -
den Mut zu handeln uns als Medizin verschreiben -
um so in Trübsal selbst uns niemals aufzureiben -

den Glauben an die eigne Kraft bewahren -
die Kraft als schöpferische Energie erkennen -
uns nicht im Sumpf der Depressionen gleich verrennen -
den Sinn all unsres Tuns als positiver Kraft erfahren -

 Kann es sein

dass


wir so manches ignorieren -
von Ast zu Ast nur schweben -
uns bei manchem Sprung noch zieren -
Netze ohne Faden weben -

wir nicht erkennen dass im Irrtum eine Chance liegt
wenn wir bereit den Irrtum zuzugeben -
auch wenn der Baum auf dem wir hangeln sich im Winde wiegt
können nach unten wir - uns in den Garten dann begeben -

neue Bäume pflanzen -  alte Äcker neu bestellen  -
still ergründen was die Saat verdorren ließ -
 im steten Streben dann den Sinn erhellen -
auch wenn der Weg noch weit ins nahe Paradies -

Wir dürfen uns dem Wechselspiel nicht blind ergeben -
 und müssen jede Chance die im Irrtum liegt erfassen -
im Fallen gleich den Aufstieg sehen - weiterstreben -
uns auf dem Weg noch oben nicht beirren lassen -

Kann es sein

dass

wir im Turmsaal unsrer Eitelkeit
den Frieden und die Freiheit aller Menschen proklamieren -
uns dann im Hinterzimmer in Bescheidenheit
erlauben zu erläutern wie - wir die nächsten Kriege führen -

Natürlich nur um Frieden und auch Freiheit
für alle zu erlangen -
und fügen dann hinzu - wohl in Bescheidenheit -
für alle - auch die bedroht durch uns - jetzt um ihr Leben bangen-

Wir sehen keinen Grund - den Widerspruch hier zu erklären -
dies schadet unserm Ansehn - unsrer Ehrlichkeit -
wir müssen nur die Finger sichtbar heben und dann schwören -
ein jeder glaubt - ein jeder folgt - und ist bereit -

und... wer sich sträubt wird als Verräter abgestempelt -
verachtet und verfolgt - als Sündenbock dann abgeschoben -
bei jedem Auftritt angerempelt
denn wer sich wehrt - der hat gelogen -

Kann es sein

dass


wir uns viel zu wichtig nehmen -
Wolken Wind und Sonnenschein
sich übers Firmament ausdehnen -
unsre Macht damit verglichen - Schein -

Was in den Wolken über unsern Häuptern sich bewegt -
 im Schritt - den Fuß um Fuß wir stets bewegen liegt -
in allem Sinnen unsrer Augen unsrer Stimme sich je regt -
hat kein Gewicht - da es so unbedeutend ist - nichts wiegt -

Wo finden wir den Ausgleich zwischen - haben - wollen -
oder dem was wir nicht sind -
ist es die Stimme - unser tiefes Machogrollen -
ist es die Unschuld - tief in uns das Kind -

Keine Antwort auf die Fragen die wir leben müssen -
keine Fragen an das Wunderspiel der Phantasie -
wir beginnen erst uns selbst - und dann die anderen zu küssen
recken uns empor zu voller Größe - fallen auf die Knie -

sehn im Schweigen gleichwohl auch im Handeln
Schatten Licht und Funkenfeuer -
sind bereit im innersten und auch nach außen uns zu wandeln
zum Kinde hin - und weg vom Ungeheuer

Kann es sein

dass

wir im Sternenraum der Zeiten untergehen -
den Hauch nicht - nicht die Winde spüren -
alle Weiten nur im Raum der Stürme sehen -
und mit allen Sinnen nur uns selber führen -

keinen Atem von uns streifen lassen -
keine Klänge aus den Tiefen unsrer Sinne dringen -
wir mit unsern Augen nicht nach innen fassen -
uns nicht trauen aus dem eignen Turm zu springen -

Straßen uns verwegen über Täler bauen -
nicht bereit sind diese Strassen auch zu gehen -
uns die eigne Freiheit nur verbauen -   -
wir den Raum der weiten Winde niemals sehen -

Öffnet alle Pforten die geschlossen scheinen -
nutzt die Wege die euch eben über Berg und Täler führen -
öffnet eure Augen ehe sie im Dunst der Nebelfelder weinen -
rafft euch auf das Unbekannte - Fremde zu berühren -

Keine Zeit in einem sturmgebeugten Leben ist es wert
beweint zu werden wenn wir ruhen - still nur wandeln -
wird von uns der Friede und die Liebe heiß begehrt
müssen wir es wollen und auch handeln -

Kann es sein

dass


unser Haus ein Hort des Friedens -
unser Garten nur ein Bild der Eitelkeit -
unser Denken freundlich - ohne Ehrlichkeit -
unser Fühlen aber stets den Wunsch des Liebens


in sich birgt - uns nicht zur Ruhe kommen lässt -
im Handeln uns nach Neuem drängt -
während Altes noch im Treibhaus der Gefühle wächst -
fühlen all die stürmischen Gedanken sich hier eingeengt -

Freiheit - Friede - und der Liebe Sehnsucht liegen blank
und offen vor den Augen einer Jugend die hier lebt -
in der Schönheit einer Welt in der wir - wem auch immer Dank-
erwachsen werden und auch alt - sind wir bestrebt

das Schönste zu erleben - zu erhalten - und zu geben
im Fluss der Zeit der alles trägt und in sich birgt -
denn sicher ist - wir wollen alle leben -
und niemand hat schon von Geburt an dieses Recht verwirkt -

Halten wir den Hort des Frieden aufrecht -
überstehen alle Stürme alle Eitelkeit -
räumen aus was unsern Frieden stört und schlecht -
streben nach dem Traum umfassender Gemeinsamkeit -

Kann es sein

dass

all die Schönheit welche uns umgibt nur blendet -
alle Zeichen einer Zeit in der wir fließend schweben
zu bleich - doch scheint es eher haben wir uns abgewendet -
uns selbst und alle mit uns aufgegeben -

Der Blumen Farben und der Bienen Futterspiel -
bewegen Zeit und Zeiten auf und ab -
und geben wir uns blind - dann bleibt nicht viel
von dem was uns die Schöpfung auf die Reise gab -

Vereint im Kreis der Körper finden wir die Kraft zu schöpfen
aus einer Fülle Farben und Naturgewalten -
wir schweben mit den Wolken - werden Nahrung kröpfen -
sind stark -  kein Heer von Schwertern kann uns spalten -

Erkennen müssen wir Gesetz und Wechselspiel -
in Hingabe zu uns die Acker pflügen -
erleben das Verstand uns und Gefühl
erheben - aus dem Sumpf der Lügen -

... und während wir die Häupter in den Morgen heben -
im Spiel vom Tag uns in die Nacht entlassen -
wird uns im Auf und Ab die Kraft gegeben
zu leben - um im Raum des Lebens zu erblassen -

Kann es sein

dass


aller Trübsinn nur ein Trugbild unsrer Zeit -
all der Wahnsinn um uns Futterneid -
alle Schönheit - aller Glanz nur Schein -

kann es sein ...
dass

wir im Sessel Ruhe finden -
auf der Straße Freunde - die sich an uns binden -
wir in all dem Trubel aber ganz allein -

kann es sein ...
dass

wir die Liebe in den Händen halten -
wir zu schwach sind diesen Schatz mit zu verwalten -
Schmerz empfinden statt der Liebe und auch Pein -

kann es sein ..
dass

wir in Tränen Glück empfinden -
und noch glücklich sind wenn alle Tränen schwinden -
frei wird alles Sinnen alles Fühlen und die Seele rein -

kann es sein ...

Kann es sein

dass


Mondgedanken - kalt im Schattenlicht - den Zauber brechen
der uns in den Schluchten unsrer Städte noch gefangen hält -
werden Gedanken um Gedanken sich nicht rächen
wenn alles Sinnen dieser Zeiten nur das Geld -

Wir wühlen uns von Angebot zu Angebot auf Tischen
die im Sturm der Tage auf den Straßen stehen -
unsre Arme greifen tief und unsre Finger fischen
so lange wie die Augen im eignen Schatten noch was sehen -

Gehorsam folgen wir dem Ruf der Zeilen -
geschürt der Wahn - du musst es haben -
das Angebot ist groß - verweilen
werden wir - in Gier uns laben -

Mondgedanken dann im Zeichen abnehmender Sonnenstrahlen
wandeln Sinn und Handeln - bringen Ruh -
es kehrt der Friede ein - nach all den Qualen -
und ein mancher fragt sich dann - wozu -

Haben Ruhe und Besinnlichkeit an Stellenwert verloren -
ist das stille Lächeln einer Blume nichts mehr wert -
logen tausende von Menschen - vor uns schon geboren -
ist Glück und die Bescheidenheit denn so verkehrt -

und ...

haben Mondgedanken nicht die Kraft vom Sonnenlicht -
liegt alle Kraft der Freude nicht in unsern Augen -
wenn uns ein Lächeln von den Lippen bricht
erfahren wir das Glück - an das wir alle glauben -

Kann es sein

dass


wir - mit unserm Schatten streiten
uns im Schatten selbst begleiten
Spiegelbilder ignorieren -
selbst uns an der Leine führen -

all den Lügen glauben schenken
immer an uns selber denken
Volkvertreter hoch verehren
da sie von uns viel begehren -

über keinen Witz mehr lachen
glauben wir die tollen Sachen
die Politiker erzählen
wir so dumm - sie wieder wählen

Knochen von der Strasse sammeln
Braten auf dem Herd vergammeln
Futterneid uns alle packt
weil ein andrer mehr jetzt hat -

Zufriedenheit ging uns verloren
Bärte lang - Kopf kurz geschoren
muss es das Besondre sein -
und wir fallen darauf rein -

Gut erzogen - dumm gehalten
lassen wir uns so verwalten -
sind zu faul uns dann zu wehren
es ist Zeit - dies jetzt zu lehren -

Kann es sein

dass


Mutimedia und Peep - und wahre Liebe uns bedrängen -
Uns an den Rand des Abgrunds aller Seelen führen -
uns in Formen und Schablonen zwängen
wir nur in Dummheit und Instinkten rühren -

wir wohldurchdacht uns aller Scham entblösen -
wir keinen Winkel unberührt erfassen -
uns hier dann aus uns selber lösen -
und täglich lernen uns zu hassen -

"in" zu sein wird Zwang - die Devise - Freiheit ohne Grenzen -
das Geheimnis der Gefühle - die dein Wesen prägen
muss gelüftet werden - auf den Tisch mit all den 'Dingen'
ein jeder muss in 'Lust' und 'Liebe dein Geheimnis miterleben -

Spass am Leben - wird in allen Varianten vorgeführt -
mal ganz nackt und dann noch nackter -
und in jedem Loch wird rumgerührt -
um so nackt - um so kompakter -

Nichts bleibt schamvoll hier verborgen -
schon des Spaßes Willen -
Maske und Verkleidung sorgen
hier für bunte Hüllen -

- Man plant voraus - die heilen Varianten werden heiler -
für Spannung ist gesorgt und auch für Pe(e)pp -
und fühlen sich Akteure nicht mehr wohl -
hat man Humor - und spielt den Depp -

„Mann“ will es nicht und auch nicht Frau -
doch wer hat schon Gelegenheit sich so zu provozieren -
drum lieber Gast sei frei und schlau -
und lass dich durch die Sendung führen -

„Mann“ hat den Dreh und auch den Drall - zu popularisieren -
sich über Stunden gleich mit Peinlichkeiten einzudecken -
„Mann“ wird mal bohren auch mal stieren -
und die Frauen werden dich dann retten -

im Wechselspiel - kaum einer hats begriffen -
laut schreiend werden Seelen ausgeraubt -
und Scham - Gefühl und Heimlichkeiten werden ausgepfiffen -
ein Blütenstamm der Menschenwürde wird entlaubt -

Kann es sein

dass


wir nur
vierundzwanzig Tage
lang im Jahr als Menschen fühlen
 andern helfen - mit viel Spenden
und viel Mitgefühl -
uns nach Monaten der Pein und Grausamkeiten
durch Geschenke wühlen
und erkennen dass ein Stall im Winter ohne Feuer kühl -

Wir im Glanz von Lichtern uns entzücken
Freude - Friede - und die Liebe in uns blüht
Dunkelheit und Schattenbilder von uns rücken
und die Wärme aller Menschen in uns glüht -

Wir ein Spiel betreiben das im Herzen uns befreien soll
von der Schuld die Tag um Tag wir auf uns laden -
in der Hoffnung dass die bösen Mächte und ihr Groll
uns nach vierundzwanzig Tagen nicht mehr schaden -

Ist die Botschaft dieser Tage schon verronnen
klingen Lieder uns im Herzen nur am Lichterbaum -
hat die Kraft des Lebens nicht vor allen Zeiten schon begonnen
ohne Grenzen - ohne Zwang im Geiste - frei in Zeit und Raum -

Sollten wir uns nicht von hier nach dort - nach vorne uns bewegen
nie vergessen was die Botschaft jener Tage uns heut sagen will
wenn wir es wagen - es versuchen wird die Kraft der Liebe sich in allen regen
nicht vor dem Lichterbaum allein - ein ganzes Jahr  -  von Mensch zu Mensch -

 ganz still....

Kann es sein

dass


wir im Spiel der Feuerfunken
die Vergangenheit verdrängen
wir im Lustgewinn der Sinne unken
uns aus Altem gleich in Neues zwängen

wohlvertraut mit unsern eignen Regeln
diese überspielen -
mit dem eigenen Kopf das Jahr einkegeln
 und dabei schlecht zielen -

Wir müssen diese Trennung - Körper Geist und Seele überwinden
liebvoll denken - fühlen - und das Ganze sehn -
so können wir Vergangenheit und Zukunft ineinanderbinden
und in gleichen Schritten über Jahre durch das Leben gehn -

Kann es sein

dass


in der Liebe unsre Leben blühen
Steine Pflanzen Wasser Luft und Erde
in der Sonne Liebe glühen
wir geheimnisvoll dem Trieb der Herde

folgen - unbewusst den Weg erfühlen
der uns in den Strom des Lebens zieht
unsre Häupter in der Wasser Liebe kühlen
in uns fühlen wie unendlich diese Liebe liebt -

Wie verzweifelt lässt das Schicksal Liebe spüren
wie besonnen greifen Hände nach der Liebe Glut -
wie behutsam können Schritte uns zur Liebe führen
und wie oft bringt die Verzweiflung uns der Liebe Mut -

Greifen können wir nicht - nicht erahnen
welche Kraft sie in und um uns birgt -
auch lassen Stunden sich und nicht die Tage planen
da sie in und durch uns wirkt -

öffnen wir die Herzen - lassen unsre Sinne schweifen -
legen unser Handeln ganz in dieser Liebe Hand -
so kann es sein dass wir zu irgendeiner Stunde dann begreifen
dass uns die Liebe längst schon vor dem Weg in dieses Leben fand -

Kann es sein

dass


wir im Leben unsre eignen Wege gehen
fest verbunden durch der Liebe Kraft -

unsre Worte sich so häufig nicht verstehen
unsre Blicke sich in Streit und Missmut meiden
wir im Nächsten unbegründet einen Feind nur sehen
unser Äußeres in dunkle Schatten kleiden -

- Es hilft uns wenig ganz alleine dazustehen -

 fest verbunden durch der Liebe Kraft
wird es möglich Worte auszutauschen
mit den Blicken - ohne Worte zu verstehen -
wird es klar dass wir im Leben Freunde brauchen
und so können wir auch mal die eignen Wege gehen -

Kann es sein

dass


von der Schönheit dieser Erde unser Blick getrübt
wir als Blinde Läufer uns im Erdenrund bewegen -
uns ein jeder nur aus Eigennutz belügt
irgendwo und immer sich Propheten in den Weg uns legen -

und behaupten - nur was Ihre Schrift belegt sei wahr -
und geblendet von der Vielfalt der Gedanken
uns vergessen - übersehen was da vor uns liegt - ganz klar
der Auftrag - uns von unten her wie Efeu hochzuranken

die Gefühle auszubreiten - ganz die eigenen Gedanken leben
mal die Stille suchen - dann auch mal Geselligkeit
und so können wir uns dieser Vielfalt dann ergeben
die im Leben hier auf Erden sonst verborgen bleibt -

ist der Sinn doch gleich nach Ewigem zu streben
uns bei Geburt als Ziel schon einverleibt -

Kann es sein

dass


Schmerz der Seele - unsern Körper peinigt
unsern Sinn verwirrt - wir diese Schmerzen spüren -
 nur die Liebe - welche unsre Seele reinigt
uns die Kraft verleiht uns aus dem Schmerz zu  führen -

- der Glaube unsre Kräfte stärkt 
den Nebel zu durchwandern
da Schmerzen unsre Augen trüben -

die Hoffnung - einen Weg aus diesem Schmerz zu finden
uns auf dem Weg durch unser Leben stets begleitet -
wir nicht bereit an diese Hoffnung uns zu binden -
solange nicht der Boden für die Aussaat aufbereitet -

Glück im Leben heißt - den Glauben stärken -
Zufriedenheit - wohl mit der Hoffnung über Klippen gehn -
erkennen werden wir dann in den eignen Werken
den Weg als Ziel - selbst wenn wir es nicht sehn -

Kann es sein

dass


wir die Kinder dieser Welt vergessen
diese  Kriege führen - uns zerstören -
blind und taub auf Sieg versessen
über Todesschüsse unsrer Feinde uns empören -

nicht die eigne Schuld beklagen -
nach der Schuld der andern fragen -
Augen in die eignen Augen richten -
im Spiegel aber nur die Augen unsrer Feinde sichten

dabei völlig übersehn

dass wir uns gegenüberstehn -

Kann es sein

dass


keine Seele eine Seele ist -
der Gott nur aus den Träumen ein Bekannter -
uns nur die Bosheit aus den Händen frisst
weil dieser Gott kein näherer Verwandter -

Im Fallen auf den Stein ein Bein wir brechen -
den  Arm das Auge und das Ohr uns fehlt -
wir in den Traum der Träumereien uns erbrechen -
weil nicht geträumtes nicht mehr zählt.

Im Geist der Geister wir den Wandel sehen
der in uns kreist uns nicht erreicht -
von hier nach dort wir lahmend gehen -
bis uns des Freundes Freund zur Seite weicht -

Kann es sein

dass


jeder  Atemzug
ein Neubeginn -

 jeder  Abschied
nur ein Anfang ist

jeder  Blick nach vorne
 ein Gewinn -

jedes  Lächeln
ganz legale List -

jedes  Lächeln
für die Seele ein Gewinn -

jeder  Abschied
nur Begegnung ist -

jede  Begegnung
aber Neubeginn -

jeder  Anfang
eine neue List -

Kann es sein

dass


wir im Spiel der Eifersüchteleien unser Brot verdienen -
unser Atem grauen Nebel um sich breitet -
dunkle Schleier uns als Schutzhaut dienen -

sich im dunklen Spiel der Mächte die Pupille weitet
 schmerzempfindlich sich dem Schein des Lichts verbirgt
wissentlich den Strahl der Sonne meidet -

 - haben wir dem Bösen uns verbürgt -

wir erblindet - aber niemals blind
wir uns irren - nicht verlaufen
falsche Schritte machten - schon als Kind
immer rannten - ohne zu verschnaufen -

Liegt im Inneren nicht unser Äußeres verborgen
hält die Hand nicht fest was in uns liegt -
müssen wir uns vor uns selbst verbergen -

liegt es doch an uns - den Schlüssel zu besorgen -
einzudringen - in uns selbst - egal wer siegt
wohl behütete - kann das Innen nie verderben -

Kann es sein

dass


aller Hoffnungen beraubt die Kräfte schwinden -
haltlos wir durch Regenschleier ziehn -
wir im Gleichgewicht der Hoffnungslosigkeiten uns befinden
ganz im Schlamm der eignen Schwäche knien -

tief im Schlammloch kniend sehen
dass nur wir es sind die sich beweinen -
dann erkennen - wie allein wir stehen -
wenn wir mit dem Freund uns nicht vereinen -

Freunde - die in Leid und Kummer gleich erfahren -
Schmerzen überwunden haben - dir ein Lächeln zeigen -
für dich stets ein Wort der Hilfe aufbewahren -
sich hinab zu dir in deinen Kummer neigen -

Gleichwohl kann es nur dein Handel sein
dich zu retten ehe deine  Kräfte schwinden -
alles Leben schlummert in dir - und nur du allein
kannst dein Außen mit dem Inneren verbinden -

Kann es sein

dass


alles Übel dieser Welt in uns verborgen -
Sonnenschein und Mondlicht eines sind -
wir uns mühen - plagen - all die Sorgen
in uns stecken - schon als Kind

wenn wir die Welt betreten
diese Last uns aufgebürdete ist -
als Erwachsne wir dann beten -
uns bemühen diese uns gegebene Frist

zu nutzen - wir uns formen -
Schritt für Schritt den Weg durchs Leben schreiten -
über all den Hass uns stellen - all die Normen
die beengen - uns behindern in den Weiten

dieses Universums unser Leben zu gestalten
von uns weisen - die Minuten die verbleiben
nicht verschwenden - mit den Gewalten
uns verbinden - alle Kräfte einverleiben -

Hand und Auge nutzen Freunde zu gewinnen -
aus der Tiefe unsrer Seele alles Übel überwinden -
uns vom Neid befreien - uns besinnen -
so den Weg durch uns hindurch zum Miteinander finden -

Kann es sein

dass


sich auf Erden fügt was von den Göttern längst beschlossen -
Arme - Hand in Hand sich greifen -
Tränen aus dem Nichts der Liebe sich ergossen
in Berührung sanft die Früchte all der Liebe reifen

die sich wie ein Mantel um uns breitet -
Stirn an Kopf uns stellt und weint -
uns den Weg in eine ungewisse Zukunft aufbereitet
sich mit uns - in uns vereint -

Friede aussät - alle unsre Kräfte fordert
uns ermuntert diesen Weg des Ungewissen zu beschreiten -
nicht die Sicherheiten - nicht die Regeln ordert -
nicht ermuntert in die seichten Worte zu entgleiten -

All die Musen die den Hauch der Liebe in sich tragen
sollten Hülle uns und Inhalt sein -
aufgefordert - mehr als nur den ersten Schritt zu wagen
führen wir uns selbst vom Schatten in den Sonneschein -

Kann es sein

dass

Wellen sich im Scheitel krümmen -
alle Energie in einem Punkt sich bindet -
wir auf diesen Wellen unbekümmert schwimmen -
das Bewusstsein keinen Zugang zu den Wellen findet -

Wir uns nicht bemühen all die Kraft zu nutzten -
blind in die Bewegung fallen -
unsre Sinne taub und stumpf geworden selber stutzen -
uns an Schattenbilder grauer Tropfen krallen -

Selbstbewusst die Krallen strecken -
uns verbeißen - unser Spiegelbild betrachten -
selbstzufrieden uns im Staub der Wellen recken
den Fluss der Kräfte der uns trägt missachten -

Fallen werden wir im Höhenfluge der Gezeiten -
schleichend uns im Flug die Kräfte schwinden
fallen durch den Schlund der Eitelkeiten -
keinen Zugang in das Reich der Kräfte finden -

wenn wir nicht die Augen unsrer Seele weiten
uns die Hände reichen - überspringen -
frei im Flug der Wellen unsre Arme breiten
um im Fluss der Kräfte uns hier einzubringen -

Kann es sein

dass

Trübsinn immer neuen Trübsinn schafft
Schattenbilder über Bilder ihres Schattens ziehn -
zwischendurch ein kleiner Spalt nur klafft -
wir umsonst in diesem Trübsinn unsern Mut bemühn

aus den Teufelskreisen auszubrechen
die im Innersten die Seele schwächen

den Sinn verwirren und die Augen schließt -
Vernunft in Unvernunft verwandelt -
nur Tränen auf die Seele gießt -
die mit dem Teufel um den Frieden handelt -

Kann es sein

dass


im Gezeitenspiel der Stunden
unser Lebensziel verborgen -
das auf und ab der Kräfte

unser Leben fügt -

umsonst die Ängste -
all das Bangen und die Sorgen -
ein einfaches Gebet uns weiterhilft -

es schon genügt

den nächsten Schritt zu finden -
die Hand zu heben
und den Mächten danken -

die uns schufen

für dass - 
was sie uns täglich geben  -
die Antwort

auf ein stetes Rufen -

Kann es sein

dass

wir uns täglich neu begegnen
wenn am Morgen wir der Sonne Strahlen spürn -
uns die Tränen aus den Augen regnen
uns durch alle Schatten dieses Alltags führn -

Keine Angst kann uns den Mut entreissen
jeden dieser Schritte neu zu wagen -
laufen wir auch manches mal Gefahr hier zu entgleisen -
wird uns doch die Hoffnung und der Glaube an uns tragen

in die nächsten Stunden - Tagen - ja ein Leben lang
mit der Liebe in uns - unsern Herzen -
all die Mühsal zu besiegen - wenn auch bang
mit all der Last und all der Schmerzen

die von Geburt bis hierher uns beschieden -
die Lasten und die Freuden unsres Lebens -
wohl im Schicksalskreis der Lebensuhr beschrieben -
geben und die Kraft auf diesem Pfad ...

... und keine Träne war vergebens !

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